Yangon, Myanmar (Tag 137 – 139)

Yangon (ehemals Rangun) ist mit ca. 5,3 Millionen Einwohnern die größte Stadt Myanmars (ehemals Burma). Bis zum Jahr 2005 war Rangun die Hauptstadt des Landes, der Regierungssitz wurde dann aber nach Naypyidaw verlegt.

  • Transport

Die Anreise war dieses Mal wirklich ein Erlebnis. Erst ging der Bus auf den Weg von Chumpon nach Bangkok kaputt und wir kamen mit zwei Stunden Verspätung in Thailands Hauptstadt an und dann ist das Flugzeug auch noch woanders gelandet.

Von Bangkok ist der Flieger pünktlich Richtung Yangon, Myanmar als Direktflug gestartet. Als wir gelandet sind hieß es, dass wir leider eine Stunde warten müssen, um aussteigen zu können, okay, soweit kein Beinbruch.

Warum auch immer (normalerweise hat man ja eh kein Internet in einem neuen Land) habe ich den Flugmodus aus meinem Handy genommen und einige Nachrichten kamen rein, komisch, funktioniert die Sim-Karte von Thailand etwa auch in Myanmar? Ein Blick auf Google Maps verriet, dass wir überhaupt nicht in Yangon gelandet sind, sondern im Norden Thailands, Chiang Mai. Hä?! Die Nachfrage bei der Stewardess ergab, dass wir über Yangon umdrehen mussten, da das Wetter zu schlecht zum Landen sei. Oh nö. Immerhin kam dann auch mal die Durchsage vom Piloten, was denn nun Sache sei. Eine Stunde später gab es Entwarnung: wir starten einen neuen Versuch.

Nach einer weiteren Stunde im Flugzeug konnten wir dann aber doch endlich in Yangon landen.

Die Abwicklung am Flughafen verlief dann zum Glück ohne Probleme. Nach einer Stunde in der Schlange fürs VISA hatte ich den gültigen Stempel im Reisepass und es konnte los gehen:

Hallo Myanmar!

Direkt am Flughafen habe ich erstmal Geld am Automaten abgehoben und mir eine Sim-Karte mit Datenvolumen (7 GB für 4 €, kann man mal machen) gekauft. Mit dem Taxi bin ich für 10.000 MMK (ca. 5,75 €) ins Zentrum gefahren. Einen Airport-Shuttle gibt es auch für kleines Geld aber nach der turbulenten Anreise wollte ich einfach nur bequem von A nach B gefahren werden.

  • Shwedagon Pagoda

Der Shwedagon, auch Shwedagon-Paya genannt ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum von Yangon. Er gilt als Wahrzeichen des ganzen Landes und ist einer der berühmtesten Stupas der Welt.

Preis: 10.000 MMK (ca. 5,70 €)

Fazit: Top

Tempel konnte ich nicht mehr sehen aber ein Besuch der bekannten Pagode in Yangon war definitiv Pflicht und eines der Highlights in der Stadt. Am Eingang mussten die Schuhe abgegeben werden und sich bei Bedarf einen Sarong für die Hüften ausleihen. Mit dem Fahrstuhl ging es nach oben wo uns nur noch ein kurzer Weg über eine Brücke vom Anblick der Pagodenlandschaft trennte. Das Highlight ist hier natürlich die riesige Pagode, welche sich in der Mitte befindet und leider momentan restauriert wird und dadurch nicht zu 100 % schön aussieht aber man kann es erahnen. Umgeben ist sie von vielen anderen, kleineren Pagoden.

Die Einheimischen sitzen auf dem großen Platz auf dem Boden und beten. Besonders beeindruckt haben mich die Burmesen, welche genauso neugierig auf uns sind so wie wir auf sie. Kein ekliges Begaffe, sondern ein neugieriges und erfreutes, dass wir uns für ihr Land interessieren. Und so haben wir die Mönche nach Fotos gefragt und uns mit ihnen unterhalten. Interessant war hier, dass es auch weibliche Mönche (heißen die überhaupt genauso?!) gibt, die ein rosafarbendes Gewand tragen.

Berührend fand ich, dass eine Gruppe von Kindern auf mich zukam und mit Händchen und Füßen fragen wollten, ob wir ein Foto zusammen machen können. Na klar können wir das, kommt mal ran gerückt! Und genau solche kleinen Momente zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht.

  • Circle Train & Market

Die Yangon Circle Railway ist das örtliche Nahverkehrsnetz, welches in Yangon 45,9 km lang ist und 39 Stationen anfährt.

Preis: 200 MMK (ca. 0,11 €)

Fazit: Top

Die Fahrt mit der klapprigen Eisenbahn startet am Hauptbahnhof „Central Railway Station“ in Yangon. Nachdem das Ticket gekauft ist kann man sich auch schon einen freien Platz in einem beliebigen Abteil suchen. Als Tourist ist man auch hier glücklicherweise in der Unterzahl und trifft nur vereinzelt gleichgesinnte. Somit ist man also völlig unter sich mit den Einheimischen und auch hier wird man angestarrt aber nicht auf penetrante Weise, sondern auch hier wieder neugierig und interessiert. Der Zug fährt gefühlt mit 10 km/h, es wird mit offenen Fenstern gefahren, denn eine Klimaanlage existiert nicht und selbst die vorhandenen Ventilatoren haben ihre beste Zeit hinter sich und dienen nur als Dekoration an der Decke, somit war schwitzen also vorprogrammiert. Beim Halt und auch während der Fahrt laufen zig Verkaufsleute durch die Gänge, sei es mit frischem Obst, Mittagessen oder Getränken. Wer Hunger hat bekommt für kleines Geld sein Essen auf einem Plastikhocker mitten im Gang gezaubert und wen wundert es, es schmeckt.

Und eine ganz tolle Erfahrung haben wir auch hier gemacht. Mit drei Frauen und deren kleine Tochter, welche Weltoffen waren, Bilder mit uns machten und uns ein wenig von ihrem ganz normalen Alltag erzählten. Das sie gerade Feierabend hätten und nun mit dem Zug fahren müssen, einfach nur herzlich.

Market

Nach einer Stunde Fahrt hieß es dann plötzlich aussteigen. Ein Blick aus dem Fenster verriet, dass wir da sind und neben dem Zug bereits das reinste Treiben war. Aus dem Zug gesprungen und schon waren wir mitten drin zwischen Zwiebeln und Obst. Der Zug fuhr weiter, über die Zwiebeln die ihren Liegeplatz zwischen den Gleisen gefunden hatten und vorbei an dem Geschehen. Kaum war der Zug weg wurden schon die Sonnenschirme wieder aufgespannt, als wäre nichts gewesen.

Diese Seite des Markts war sehr interessant, als wir dann aber weiter nach hinten durchgegangen sind ist uns fast alles im Hals stecken geblieben, man hat das dort gestunken und all die Fliegen überall. Aber wen wundert es, wenn dort Fleisch und Fisch bei der Hitze rumliegt. Also schnell wieder raus und mit einem Getränk abkühlen.

  • Unterkunft

BaobaBed Hostel

Das Hostel liegt im Zentrum von Yangon in Chinatown und ist somit sehr zentral. Fußläufig sind Cafés und Restaurants erreichbar. Die Betten sind bequem und haben jeweils einen eigenen Vorhang. Zum Frühstück gab es sogar neben Toast auch Pancakes, Rührei und Wassermelone.

  • Restaurant-Tipps

Asian Fusion Wang

Das relativ kleine einheimische Restaurant haben wir nur durch Zufall gefunden und hat uns so gut geschmeckt, dass wir zwei Abende in Folge dort waren. Lecker und günstig!

  • Schlusswort

Wusstet ihr, dass es eine Zeitverschiebung von 30 Minuten gibt?! Ich nicht doch genau dies lag zwischen Thailand und Myanmar, was ich irgendwie beindruckend fand. Beeindruckend fand ich die ersten Tage in Myanmar und bin bisher einfach nur fasziniert, wie nett die Menschen hier sind und ich hoffe, dass dies auch so bleibt. Allzu viel mehr gab es hier für mich dann aber doch nicht zu sehen, weswegen ich relativ schnell weitergezogen bin, kein Wunder, denn mit 38 Grad Tagestemperatur im Schatten hat mir eine Großstadt dann doch schnell wieder gereicht.

Weiter gehts zum nächsten Halt.

Bis ganz bald xoxo

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