Phong Nha, Vietnam (Tag 86 – 87)

Phong Nha ist ein Naturschutzgebiet im nördlichen zentralen Vietnam, das an das Naturschutzgebiet Hin Namno in Laos grenzt. Es zeichnet sich durch Berge, tropische Wälder und unterirdische Flüsse aus und ist für seine Kalksteinkarste und sein riesiges Höhlennetzwerk bekannt. (Quelle: Wikipedia) 

Die Fahrt hat mit dem Schlafbus von Hue nach Phong Nha ca. 4 Stunden gedauert, was recht angenehm war. 

  • Phong Nha Cave

Die Phong Nha Höhle ist eine Höhle im Nationalpark Phong Nha-Ke Bang, einem UNESCO-Weltkulturerbe in Vietnam. Die Höhle wurde erst 1990 entdeckt, ist 7.729 Meter lang, enthält 14 Grotten sowie einen 13.969 Meter langen unterirdischen Fluss, wovon nur die ersten 600 Meter öffentlich zugänglich sind. (Quelle: Wikipedia)

Preis: 205.000 VND (ca. 7,80 € – Eintritt Nationalpark + Bootstour)

Fazit: Top
Die Ablegestelle befindet sich mitten im kleinen Zentrum von Phong Nha und war somit innerhalb fünf Minuten Fußweg zu erreichen. Mit dem Boot fuhren wir ca. 30 Min. entlang des Flusses, vorbei an Kalksteinfelsen, Wiesen mit Kühen + Wasserbüffeln und einheimischen Dörfern. Der unbeschreibliche und wunderschöne Ausblick der Natur hat mich staunen lassen. Mittlerweile kann mich nicht mehr allzu schnell etwas sprachlos machen oder das es mich direkt fasziniert (leider) aber dieser Ort hat es direkt geschafft. 

An der Höhle angekommen wird ein kurzer Zwischenstop eingelegt, welcher aber nur dazu dient, um die Seiles des Blechdaches vom Boot zu lösen, sodass der Blick nach oben uneingeschränkt möglich ist. Bemerkenswert ist übrigens, dass alle Boote von vietnamesischen Frauen händisch gerudert und gesteuert werden. Hut ab. 

Es wurde kurz dunkel, bis sich die Augen an die Dunkelheit in der Höhle gewöhnt hatten bevor man zu staunen anfing. Das Innenleben der Höhle war wunderschön und mehr als faszinierend. Die Fahrt durch die Höhle dauerte ca. 15 Min., bevor umgedreht und derselbe Weg zurückgefahren wurde. Die einzelnen Abschnitte der Höhle waren beleuchtet, sodass man alles bestaunen konnte. Kurz vor Ende hielt das Boot und man durfte aussteigen und einige Meter das Erschaffene bewundern und Fotos machen. 

  • Paradise Cave

Die Thien-Duong-Höhle (eher bekannt als Paradise Höhle) wurde erst 2005 entdeckt und ist mit ihren ca. 31 km deutlich länger als als die Phong Nha Höhle. Die Höhle ist 30 bis 100 Meter breit , an ihrem weitesten Punkt sogar 150 Meter. 

Preis: 250.000 VND

Fazit: Top
Die Höhle ist erst seit 2011 für Besucher zugänglich, was noch nicht wirklich lange ist und gilt als eine mit der größten Höhlen der Welt. Die Anfahrt mit dem Roller ist einfach, da das Gebiet des Nationalparks gut ausgeschildert ist. Die Fahrt endet an einem großen Parkplatz, an dem die Roller etc. abgestellt werden. Nach dem Ticketkauf folgt ein ca. fünf minütlicher Fußmarsch bevor es in die Höhe geht. Das Wort Höhe ist etwas übertrieben aber der Weg nach oben (ca. 600 Meter) ist etwas anstrengend bei der hohen Luftfeuchtigkeit aber man weiß ja wofür. Über Holzstege und einer Plattform ist die Höhle zu betreten, bevor es dann in den „Abgrund“ geht. 

Der Anblick des Höhleninneren ist mal wieder atemberaubend. Ein Raum voller Stalagmiten und Stalaktiten, welche ich mehr als begeisternd finde, wie diese entstehen und was für schöne und doch so verschiedene Muster entstehen und das ohne jeglichen Einfluss. Der Holzsteg führt immer weiter in die Höhle, sodass die Besichtigung doch insgesamt ca. eine Stunde gedauert hat (geht natürlich immer länger/kürzer, so wie das eigene Empfinden ist). 

  • Lady Cave + Botanischer Garten

Auch der Lady Cave und der botanische Garten sind Highlights im Gebiet des Nationalpark. Doch leider wurden diese nur halb von uns besichtigt, denn aus leichtem Niesel wurde starker Dauerregen. Wir waren einigermaßen gut vorbereitet, hatten lange Hosen + Jacken an und sogar die Regenjacke im Gepäck doch auch dies nützt nichts, wenn nach einigen Stunden alles feucht ist und einem einfach nur kalt ist. Selbst die Suppe zum Mittagessen (wenn ich Suppe esse heißt es schon was, denn ich bin absolut kein Suppen-Fan) konnte nichts mehr richten. Die Füße und Hände waren Eiszapfen und der ganze Körper war durchgefroren, sodass sich die Mehrheit (inkl. mir) auf den Rückweg zum Hostel gemacht hat und den Wasserfall bewusst verpasst hat.

  • Unterkunft

Easy Tiger

Das Hostel liegt mitten im Zentrum von Phong Nha und wurde mir vorher mehrfach empfohlen. Total lustig fand ich, dass man das Hostel nicht auf den Internetplattformen findet, sondern über Email eine Reservierungsanfrage verschicken muss. Etwas Oldschool aber alles verlief reibungslos und blieb so erst recht in Erinnerung. Die Betten waren bequem und es gab richtig Leopardendecken zum Schlafen. Es gibt einen  gemütlichen Außenbereich, wo abends Livemusik gespielt wird.

  • Schlusswort

Auch dieses Mal habe ich bereits alles in den oberen Punkten beschrieben. Die Natur in dem Nationalpark ist einfach atemberaubend und unbeschreiblich faszinierend. Wir hatten uns mit mehreren Leuten Roller ausgeliehen und sind auf eigene Faust zu den Höhlen gefahren. Da ich dieses Mal Beifahrerin war hatte ich natürlich mehr die Möglichkeit alles bewundern zu können. Es war so schön und überwältigend, dass ich teilweise mit offenem Mund und großen Augen den Fahrtwind über mich ergehen lassen habe. Man muss dazu sagen, dass ich mich selbst Zuhause als „nicht wirklich an der Natur interessiert“ betiteln würde aber dies hab ich mittlerweile und schon längst abgelegt. Ich finde solche Ausblicke so faszinierend und sehe dies überhaupt nicht als selbstverständlich an. Ich bin froh, dass ich diese Momente so erleben kann, denn wer weiß wie lange uns dieses alles noch erhalten bleibt (hoffentlich unendlich lange)! Nochmal zurück zur Rollerfahrt: teilweise habe ich mich wie in einem Film gefühlt, so real wie es immer rüberkommt, so ist es in Wirklichkeit. Ich habe nur noch drauf gewartet, dass die Bäume anfangen zu wackeln und King Kong 😉 zu sehen ist.

Liebend gern hätte ich auch den „Dark Cave“ besucht, welcher mir aber mit knapp 20 € Eintritt zu teuer war. Später habe ich erfahren, dass dieses zu der Zeit eh gerade gesperrt war, da die Temperatur zu niedrig sind und das Schwimmen in der Höhle somit zu gefährlich ist. So hab ich wenigstens einen Grund, um wieder zu kommen, denn es gibt noch weitaus mehr zu entdecken.

Achja, etwas lustiges, nennen wir es mal schusseliges, ist mir auch noch passiert: ich habe meine Schuhe abgefackelt, ausgerechnet die, die sowas von bequem waren, oh man, ich kann mich immer noch ärgern: Die Schuhe waren mehr als nass und mein Hostel hatte glücklicherweise eine Feuerstelle, betitelt als „Dry Station“ für Schuhe. Perfekt, das passt doch. Am Tag davor hatte ich mir bereits abgeguckt, wie die Schuhe wohl am Besten stehen, um trocknen zu können. Gesehen, getan und vertraut, dass die Technik natürlich einwandfrei ist, schien auch alles ganz logisch nur das ich die Leichtigkeit meiner Schuhe und den vorhandenen Wind vergessen habe.

Gehören die mint farbenden Sneaker nicht dir?!

Ich wurde bereits vorgewarnt, dass meine Schuhe wohl nicht mehr zu retten seien und genau so habe ich sie auch vorgefunden: ins Feuer geweht und zur Hälfte abgebrannt, so ein Mist. Ärgerlich, ausgerechnet diese Schuhe aber was soll’s! Doch wenn ich während der Reise eines gelernt habe: mach das Beste draus, ärgere dich nicht über Dinge/Situationen, die du nicht mehr ändern kannst, denn es ist viel zu schade Energie dort reinzustecken wo es nichts mehr nützt. Und so habe ich es positiv gesehen: dann brauch ich wenigstens keinen Grund, um mir ein neues Paar zu kaufen 😉

So das war’s aber nun und a ich noch nicht genug von Kalksteinen habe folgt der nächste Beitrag aus Ninh Binh.

Bis ganz bald xoxo

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