Koh Lipe, Thailand (Tag 107 – 114)

Koh Lipe ist eine kleine Insel im Südwesten Thailands in der Provinz Satun und liegt nahe der Grenze zu Malaysia.

  • Transport

Preis: 118 MYR (ca. 25,56 €)

Der Preis ist im Verhältnis zu den bisherigen Reisepreisen in Malaysia ein ziemlicher Wucher. Das Ticket für die Fähre habe ich dieses Mal vor der Abfahrt kurz vor knapp am Schalter am Hafens gekauft. Die Abfahrtzeiten hatte ich vorher im Hostel erfragt. Vor Ort musste ich dann erstmal mit einem Mitarbeiter mitgehen, um den Antrag für das Visum in Thailand ausgehändigt zu bekommen und um diesen bereits auszufüllen.

Die Fahrt an sich hat gerade mal 1 1/2 Stunden gedauert. Die Anlegestelle für die Fähre liegt direkt auf dem Meer, kurz vor dem Strand, was ich wirklich niedlich fand. Kaum angekommen warten schon die Longtailboote, um einen mit seinem Gepäck ans Ufer zu bringen. Was mich erst verwundert hatte war, dass ein Mitarbeiter beim Einsteigen auf die Fähre (in Malaysia) alle Reisepässe eingesammelt hat, welche wir erst auf Koh Lipe mit unserem Visum wieder bekommen haben. Am Ende wusste ich natürlich, dass so die illegale Einreise ohne Visum verhindert werden soll.

Achja, eine Touristengebühr für Koh Lipe von 200 Bath (ca. 5,60 €) wird ebenfalls bei der Einreise fällig (angeblich die Gebühr für das angrenzende Nationalparkgebiet Tarutao).

  • Ko Adang

Ko Adang gehört zum Tarutao National Marine Park und liegt nahe Koh Lipe. Sie ist 6 km lang und 5 km breit.

Preis: 200 Bath (ca. 5,60 €) Taxiboot (Hin- und zurück)

Fazit: Top

Das erste Ziel war der Viewpoint von Ko Adang, auf dem man einen tollen Ausblick auf Koh Lipe erhalten soll. Der Viewpoint besteht auf drei Etappen.

Viewpoint 1

Viewpoint 3

Der Aufstieg und die Anstrengung zum dritten und letzten Viewpoint hat sich gelohnt mehr als gelohnt. Mit Pausen hat es ca. 45 Minuten nach ganz oben gedauert. Der höchste Punkt der Insel misst übrigens ganze 690 Meter.

Der Weg war nicht ganz ohne, daher unbedingt festes Schuhwerk tragen, genügend Wasser dabei haben (kann auch vor Ort in dem einzigen Restaurant gekauft werden) und Sonnencreme nicht vergessen. Der erste Viewpoint ist gut zu erreichen, zu den anderen Beiden muss teilweise über ungesicherte Steine geklettert werden.

Wieder unten hat nur eines gezählt: ab ins Meer! Und so haben die Klamotten in der Sonne getrocknet und der Körper konnte sich im Wasser abkühlen.

Mit dem Fahrer macht man übrigens bei der Hinfahrt eine Uhrzeit aus, zu der man wieder zurück möchte. Bisher hat dies immer funktioniert.

  • Schnorcheln

Ein Schnorchelausflug durfte nicht fehlen.

Preis: 450 THB (ca. 12,60 €)

Fazit: Top

Wir haben uns für die Halbtagestour entschieden, welche um 13 Uhr los ging. Ausgestattet mit Schnorchel und Maske ging es mit unserer Gruppe von acht Leuten auch schon aufs Longtailboot und nach und nach zu den aufgelisteten Schnorchelstopps: Koh Hin-Ngam, Koh Yang und Jabang. Hier gab es doch noch relativ viele Fische zu sehen.

Zwischendurch gab es ausreichend Wassermelone und Ananas sowie Wasser.

Der letzte Halt war auf der Insel „Koh Rawi“, welche auch zum „Tarutao National Marine Park“-Gebiet gehört (wie die gesamte Umgebung). Wie auch die letzte Insel ist auch dieses unbewohnt und nicht zum Tourismus freigegeben, perfekt.

Die Farben des Wassers leuchteten mit dem des Sandes um die Wette. Ein wahres kleines Paradies. Nur ein einziges weiteres Longtailboot hat sich währenddessen hierher verirrt, wodurch die Insel wirklich kein bisschen überlaufen war und man den Strand quasi für sich hatte. Ein Riff zum Schnorcheln gibt es auch, welches viel zu bieten hat: von Moränen, Anemonen mit vielen vielen Fischen.

Gegen 18 Uhr waren wir wieder zurück auf Koh Lipe.

  • Strände 

Wenn Koh Lipe eines zu bieten hat, dann sind es in meinen Augen wunderschöne Strände. Mein Favorit ist der „Sunrise Beach„, welcher von dem Hauptweg abgeht und im Osten der Insel liegt (ist aber auch alles ausgeschildert). Sich von dort aus den Sonnenaufgang anzusehen darf meiner Meinung nach nicht fehlen. Der Tag beginnt somit zwar sehr früh aber auch wunderschön. Ich habe mich einfach in den Sand gesetzt und das Treiben beobachtet wobei ich es mir überlaufender vorgestellt hatte.

Tagsüber ist der Sunrise Beach auch mein Favorit gewesen allerdings nur, wenn man einfach einige Meter links entlang läuft, denn dann wird der Strandabschnitt breiter und es werden weniger Leute, sodass man teilweise sogar alleine für einige hundert Meter liegt. Vormittags hat das Wasser relativ viele Wellen, nachmittags herrscht aber Ebbe, wodurch man wunderbar schnorcheln oder zur kleinen Insel gegenüber gehen kann.

Wenn es schon einen Sunrise Beach gibt dann darf ein „Sunset Beach“ natürlich nicht fehlen. Ich würde den Strand eher als Strandbucht bezeichnen, welche im Nordwesten der Insel liegt (auch ausgeschildert). Hier ist nicht ganz so viel Trubel, das Wasser ist ruhig und klar und wie der Name schon sagt gibt es hier wunderschöne Sonnenuntergänge.

Wer auf kleine Dschungelabenteuer steht kann sich mal auf dem Weg zum „Patai Galah Beach“ machen. Der Weg dort hin dauert ca. 30 Minuten zu Fuß (oder man gönnt sich ein Tuk Tuk) und verläuft erst über die normale Straße, welcher aber irgendwann aufhört und man durchs Gestrüpp zur Badebucht absteigen muss. Moskitospray und feste Schuhe kann ich hierfür nur empfehlen. In der Bucht ist man zu 99 % alleine, da sich nur weniger hierher verirren.

Auf Koh Lipe gibt es noch mehr Strände, welche ich aber nicht besucht habe.

  • Unterkunft

Bloom Cafe & Hostel

Das Hostel liegt im Zentrum von Koh Lipe und ist eher eines der schickeren Unterkünfte. Die Betten waren sowas von bequem (es gab mal wieder richtige Bettdecken) und alles war unfassbar sauber. Direkt angrenzend ist das zugehörige Cafe. Der einzige Minuspunkt ist, dass für den Preis kein Frühstück inklusive ist oder zumindest einen kleinen Rabatt, wenn man in deren Cafe isst.

  • Restaurant-Tipps

Auf Koh Lipe habe ich oft gut gegessen aber zwei Restaurants schaffen es unter meine Favoriten:

Bombay Restaurant

Wer indisch liebt, der muss hierher. Ich war während meiner Zeit zwei Mal dort und habe die besten Veggie-Currys meines Lebens gegessen. Cheesenaan durfte natürlich nicht fehlen. Im Vergleich zur lokalen Küche natürlich teuer aber ab und zu muss das auch mal sein.

Aroy Restaurant

Direkt neben dem Inder gibt es super leckeres mexikanische Essen. Auch hier ist es teurer aber zwischendrin tut Abwechslung zu Reis gut.

  • Schlusswort

Zurück in Thailand und Koh Lipe durfte dieses Mal nicht fehlen. Während meiner letzten Zeit in Thailand wurde mir oft von dieser kleinen Insel vorgeschwärmt doch die Anreise war mir als Budgetreisende viel zu teuer (50 US$ für eine Strecke) und viel zu weit (ca. 5 Stunden mit dem Speedboot) und somit hatte ich sie ausgelassen. Da ich dieses Mal von der anderen Seite gekommen bin, war klar, dass Koh Lipe dieses Mal Pflicht ist und ich mir mein eigenes Bild machen muss.

Als ich den Fuß auf die Insel setzte hatte ich nur einen Gedanken: WOW!, mehr brauch es nicht. Ich hatte die thailändischen Inseln zwar in schöner Erinnerung aber wie wunderschön kann ein Fleck Erde nur sein?! Das Farben des Meeres und des Strandes leuchteten um die Wette, hier bleib ich.

Und genau so war es auch. Nach der ersten Nacht habe ich meine gebuchten vier auf insgesamt acht Nächte verlängert. Und gar nicht nur die Insel an sich hat es geschafft, dass ich mich direkt wohlgefühlt habe. So hat ebenso das bequeme Bett im Hostel, die thailändische Küche und auch die Menschen vor Ort dazu beigetragen, dass ich mich angekommen fühlte. Die längste Zeit meiner Reise habe ich bisher in Thailand verbracht und so wirkte alles heimisch auf mich, dass ich endlich Zeit für mich hatte, um die letzten Wochen mit deren vielen Eindrücken zu verarbeiten und wieder Platz für die nächsten Orte zu schaffen.

Im Vergleich zu den anderen Inseln von Thailand ist Koh Lipe schon relativ teuer und somit keine Insel auf der ich mehrere Wochen verbringen würde. Von der sagen wir mal Schönheit ist dieser kleine Fleck mein Highlight von Thailand, von der Atmosphäre schafft sie es allerdings nicht nach ganz vorne.

Genug vom Inselleben, weiter gehts mal wieder nach Phuket, leider, aber dieses Mal lohnt es sich ganz sicher!

Bis ganz bald xoxo

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