Chiang Mai, Thailand (Tag 6 – 10)

Chiang Mai, eine Stadt im Norden von Thailand, rund 700 km von Bangkok entfernt. Mit ihren 135.757 Einwohnern ist sie die größte und kulturell wichtigste Stadt in der Nordregion von Thailand. Die Stadt wird von einem Viereck aus der antiken Stadtmauer (Reste davon sind noch erhalten) und einem parallel dazu verlaufenden Wassergraben umschlossen.

  • Zug, Bus oder Flugzeug? Die Frage aller Fragen. 

Ich habe mich für den Nachtbus entschieden.
1. weil es das günstigste und 2. mit den zehn Stunden Fahrzeit das Zweitschnellste war.

Kosten: 556 Bath (ca. 15 €) – mit Bangkok Bus Line

Fazit: Top
Der Bus machte einen super Eindruck. Er war sauber, die Sitze waren bequem und es gab sogar für jeden eine Decke, Wasser und einen Snack. Die Sitze konnten sich quasi zu einem Liegestuhl zurück klappen. Ich hatte mir bei der Buchung einen Platz in der ersten Reihe reserviert, dadurch war die Beinfreiheit um einiges angenehmer.

Nach 09:30 Stunden sind wir in Chiang Mai am Busbahnhof angekommen.

  • Buak Hard Public Park

Ein wunderschöner, ruhiger und öffentlicher Park mitten im Zentrum von Chiang Mai. Einige machen Sport und die Anderen nutzen die Ruhe zum entspannen.

Kosten: Frei

Fazit: Top
Kein must-see aber wer ein bisschen entspannen möchte ist hier bestens aufgehoben. Für 20 Bath (ca. 0,50 €) kann man sich sogar eine Liegematte leihen.

  • Maerim Elephant Sanctuary

Achtung: Der Beitrag zu diesem Ausflug wird etwas länger, da ich jetzt schon weiß, dass dies mit eines der schönsten Erlebnisse meiner Reise sein wird.

Elefantencamps, jeder hat schon von ihnen gehört. Früher war hier im Land der Trend auf den Elefanten zu reiten doch mittlerweile steht bei den Meisten eher das Wohl der Tiere im Vordergrund, als ein Foto auf dem Rücken eines gequälten Elefanten. Inwieweit die Tiere „frei“ in diesem Camps hier sind ist die andere Frage, weil sie auch hier nicht frei herumlaufen dürfen (wahrscheinlich auch zum Schutz der Besucher) aber sie werden nicht gequält, geschlagen und sind auch nicht angekettet.

Kosten: 1.800 Bath (ca. 47 €) allerdings gehörte hierzu noch ein zweiter Ausflug dazu

Fazit: Top
Die Elefanten (3 erwachsene Ladys und ein Baby) machten einen guten, gepflegten und zufriedenen Eindruck. Und das war mir wichtig, als ich so einen Ausflug gebucht habe. Ich möchte ein Camp unterstützen, damit sie weiterhin gequälte Tiere aufnehmen können und ihnen von nun an besseres Leben ermöglichen können.

Ablauf: Zuerst durften wir uns in eine sexy Elefanten Kleidung schmeißen, bekamen eine Einführung über die Elefanten. Anschließend mussten wir Shampoo für die Elefanten herstellen. Für mich sah es eher wie eine Baumrinde aus, die wir mit einem „Hammer“ zerschlagen sollten aber gut. Anschließend durften wir endlich zu den Tieren und haben sie gefüttert.

Dann ging es schon 2 km quer durch den Dschungel. Die Tiere durfte gehen wo sie wollten und haben sich den Bauch mit Grünzeug vollgeschlagen. Jeder von uns hat eine Tasche mit Bananen und Bambus? bekommen, die wir verfüttert haben. Fotos durften natürlich nicht fehlen.

Am Ende angekommen durfte sich die Elefanten im Schlamm wälzen und wir haben sie noch weiter damit eingerieben. Anschließend ging es in den Fluss, wo wir versucht haben, den Dreck von den Tieren zu bekommen. Da kam unser zerschlagenes Shampoo zum Einsatz, das war ein schönes Schaumbad.

Ein bisschen Bespaßung darf natürlich nicht fehlen und so haben wir alle eine Ladung Wasser von dem vollgeladenen Rüssel ins Gesicht bekommen und wurden anschließend von den Tieren in die Luft geschmissen.

Im Anschluss durften wir duschen und es gab noch ein Mittagessen.

Dieser Moment ist gar nicht in Worte zu fassen aber ich glaube die Bilder sprechen für sich. Das Schönste ist für mich, dass alle Bilder spontan entstanden sind. Es gab immer nur einige Sekunden und die wurden perfekt getroffen.

Ps. Wer errät was mein nächstes kleines Tattoo wird?

  • Nationalpark Doi-Suthep-Pui

Der Nationalpark liegt in den Bergen Don-Suthep etwa 15 Kilometer westlich von Chiang Mai. Er liegt in den südöstlichsten Ausläufern des Himalaya. 1981 wurde der Nationalpark Doi Suthep-Pui als 24. Nationalpark des Landes mit einer Fläche von 161,06 Quadratkilometer errichtet, im Jahr darauf kamen noch einmal 100 Quadratkilometer dazu. (Quelle: Wikipedia)

Kosten: 1.800 Bath (ca. 47 €) allerdings gehörte hierzu noch der Ausflug ins
Elefantencamp dazu + privater Fahrer für uns vier Leute

Fazit: Naja
Ein schöner Nationalpark aber ich hab es mir irgendwie gigantischer vorgestellt. Den berühmten Tempel in diesem Park haben wir bei diesem Ausflug leider nicht gesehen.
In dem Park befinden sich 10 Wasserfälle, welche man nach und nach erklimmen kann. Um zu Nr. 10 zu gelangen, war es ziemlich anstrengend, da die Luft immer dünner wurde. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt und so durfte eine Erfrischung natürlich nicht fehlen. Das Wasser war klar und unser Guide hatte uns vorher gesagt, dass wir dort baden dürfen und es ungefährlich sei. Und was soll ich sagen, es war a****kalt 😉

  • Nationalpark Doi Inthanon
  • Er wurde 1954 als einer der ersten 14 Nationalparks des Landes ausgewiesen zu dem heute 482,4 km² gehören. Im Park befindet sich mit 2.565 Metern Höhe die höchste Erhebung Thailands, der Doi Inthanon. (Quelle: Wikipedia)

Kosten: 1120 Bath (ca. 30 €) – dies war allerdings eine gebuchte Tour/Tagesausflug
gebucht auf kkday.com (hatte ich vorher noch nie gehört aber ich brauchte eine Alternative zu GetyourGuide, da ich dort nur ab 2. Personen buchen konnte)

Fazit: Top
Ein toller, gelungener Tag mit vielen Stops. Der Ablauf war zeitlich genau eingeteilt aber für mich hat dies völlig ausgereicht:

  1. Wachirathan Wasserfall
  2. Königlicher Winterresidenz
  3. Königlicher Garten
  4. Sirithan Wasserfall + Mittag
  5. Karen Village + H’mong Markt

  • Tuk Tuk / Taxi / öffentlicher Bus

Komischerweise hab ich nicht ein einziges Taxi hier gesehen. Hier waren eher die roten „Sammelautos“ im Rennen und natürlich die Tuk Tuk’s. Als ich am Bahnhof in Chiang Mai angekommen bin habe ich mir erstmal eine ruhige Ecke gesucht und im Internet recherchiert wie viel eine Fahrt ins Zentrum ca. kosten darf, denn hier wird man ja gerne mal abgezockt.

Und so war es auch. Ich wusste, dass eine Fahrt ca. 80 – 120 Bath kosten darf. Bestimmt vier Fahrer kamen mir mit 150 Bath an, natürlich viel zu teuer. Das Freche war, dass die einen einfach stehen gelassen haben ohne mit sich verhandeln zu lassen. Das war mir sowas von zu blöd, dass ich beschlossen habe die 4km durch die Stadt zu Fuß zu gehen. Ein Fahrer hatte scheinbar doch Mitleid und fuhr mich dann für 100 Bath (ca. 2,50 €), geht doch. Die anderen Preise hätten nicht weh getan aber man muss sich ja nicht Vera*schen lassen.

Linienbus

Ich musste irgendwie zum Flughafen kommen. Das Taxi (welche es hier scheinbar doch gibt, nur nicht so stark vertreten) sollte 200 Bath (ca. 5,50 €) kosten. Als Lowbudget-Reisende sucht man dennoch nach Alternativen. Und dann habe ich erfahren, dass hier Linienbusse fahren, sogar zum Flughafen. Die Challenge habe ich angenommen, da dieser sogar direkt vor der Tür des Hotels abfährt.

Tja mit diesem Bus bin ich für 20 Bath (0,50 €) nach 30 min. Fahrzeit am Flughafen angekommen. Der Bus war modern, klimatisiert und sauber.

  • Unterkunft 

Dieses Mal habe ich im „Bed Bike Hostel“ in einem gemischten 12er Schlafraum geschlafen.

Kosten: 600 Bath für 4 Nächte (ca. 15 €) inkl. Frühstück

Fazit: Naja
Der Preis war unschlagbar. Und das wichtigste hat gestimmt: das Bett war sauber, bequem und jeder hatte etwas Privatsphäre durch die Vorhänge. Die Sauberkeit war im Bad ok, hätte besser sein können. Ausschlaggebend für meine Buchung waren eigentlich die guten Bewertung auch für das Frühstück. Vielfalt und frisches Obst sollte es geben. Naja am Ende gab es nichts von dem sondern nur Toast mit Butter. Die ganzen Marmeladen auf dem Tisch waren von Ameisen umzingelt. Und die anderen Reisenden waren irgendwie mehr mit sich selbst beschäftigt statt an Gesprächen interessiert zu sein, also habe ich mein Ding gemacht, was zwischendurch auch mal nicht verkehrt ist.

  • Schlusswort

In Bangkok habe ich von vielen gehört, wie toll Chiang Mai sei. Selbst die Einheimischen haben nur geschwärmt. Das Erste was ich dachte als ich hier ankam? Die Luft ist so viel klarer und die Stadt um einiges ruhiger. Herrlich. Es ist so wahnsinnig grün hier und ich bin fasziniert was die Natur zu bieten hat. Die Stadt hat bis zu 300.! Tempel zu bieten aber irgendwie ist es hier schwerer auf eigene Faust von A nach B zu kommen, denn: alles Andere liegt außerhalb der Stadt und somit ist man darauf angewiesen sich einen Roller zu mieten oder eine teure Tour.

Ich habe es mir nicht zugetraut in der Stadt einen Roller zu mieten, da hier weitaus mehr Verkehr ist, als später auf den Inseln und dazu kommt noch der Linksverkehr. Man muss ja nichts riskieren. So hab ich wenigstens einen Grund nochmal nach Chiang Mai zu kommen.

Einen Tag habe ich sogar mal nichts! gemacht. Ausgeschlafen, bisschen für meine Weiterreise im Internet recherchiert und nur zu einem kleinen Altstadtbummel raus. Mein Körper brauchte das und darauf sollte jeder hören. Ich habe alle Zeit der Welt, also ist so ein Tag auch mal Pflicht, denn auch reisen ist anstrengend. Jeden Tag neue Eindrücke und Umgebungen, das ständige Weiterreisen, das brauch ab und zu Zeit verarbeitet zu werden. Dies ist zwar positiver Stress aber: dem Körper das geben was er brauch, damit der nächste Tag wieder mit voller Energie starten kann.

Der nächste Beitrag kommt dann aus dem Süden von Thailand – der kleinen Insel Koh Tao und dort hab ich ebenfalls was ganz besonderes vor. Seid gespannt.

Bis ganz bald xoxo

2 Kommentare zu „Chiang Mai, Thailand (Tag 6 – 10)

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