Ho Chi Minh City, Vietnam (Tag 74 – 77)

Ho Chi Minh City ist die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Vietnams. Unter ihrem alten Namen „Saigon“, der auch heutzutage parallel zu Ho Chi Minh City verwendet wird, war sie bis April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Die Stadt liegt im Süden von Vietnam und ist bekannt für ihre zentrale Rolle im Vietnamkrieg. (Quelle: Wikipedia)

Da die Anreise mit dem Bus von Phu Quoc ca. 18 Stunden gedauert hätte haben wir uns für einen Flug (ca. 35 €) entschieden und waren nach 45 Min. in Ho Chi Minh. Der Bus hätte im Vergleich 25 € gekostet.

Kaum gelandet, erwartete uns bereits das Chaos. Nein, das Gepäck ist zum Glück angekommen. Was wir bei der Buchung (einen Tage vorher) nicht bedacht hatten war, dass das Fußball-Finale zwischen Vietnam und Malaysia während des Fluges zu Ende ging und Vietnam 1:0 gewonnen (juhu) hat. Es ahnt ja niemand, dass dann Ausnahmezustand herrscht. Die Busse vom und zum Flughafen wurden gestrichen und Taxis fuhren auch keine. Mit mehreren gestrandeten Backpackern haben wir und beratschlagt und mussten feststellen, dass uns wohl nichts anderes übrig bleibt, als die 7-8 km zu Fuß zu gehen, Hilfe. Nützt ja nichts, erstmal runter von dem Gelände, vielleicht haben wir außerhalb mehr Glück und tada schon wurden wir abgefangen. 50 US$ sollten wir bezahlen, ehm, nö. Wir waren zwar zu dritt aber das wir abgezockt werden war mehr als offensichtlich und wieso fuhren plötzlich doch Taxis. Also weiter raus, die Autos auf den Straßen angehalten und schon hatten wir Erfolg. Natürlich auch mehr als teuer aber immerhin nur umgerechnet 6 € p. P. 

Die Taxifahrt war ein Highlight, denn es gab teilweise kein Durchkommen, der Taxifahrer klatsche mit den Leuten am Straßenrand ab und war einer der wenigen, die arbeiten mussten. Die Stadt ist ja für ihr Rollerchaos bekannt aber an dem Abend war glaube ich jeder verfügbare Roller auf der Straße. Die Stadt leuchtete in rot, jeder trug rote T-Shirts und die Leute feierten einfach, hupten, hatten riesengroße Musikboxen aufgeschnallt und machten einfach nur Lärm. Quasi wie unser WM-Finale nur doppelt so „schlimm“. Die Stimmung hat einen direkt angesteckt und so freuten wir uns natürlich genauso über diesen Erfolg.

  • Cu Chi Tunnel

Die Tunnel von Cu Chi sind ein Tunnelsystem, in dem sich vietnamesische Partisanen im Vietnamkrieg von 1960 bis 1975 versteckt hielten. (Quelle: Wikipedia)

Preis: 560.000 VDN (ca. 22 €)

Fazit: Naja
Man muss dazu sagen, dass sich das naja auf den Preis bezieht, welcher völlig überzogen war. Der Ausflug wurde im Hostel angeboten und da ich gerne Hosteltouren buche, um mit den Leuten in Kontakt zu kommen, stand dies auch dieses mal nicht zur Frage. Normalerweise habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Kosten immer mehr oder weniger identisch mit den Touren von außerhalb sind. In diesem Fall: bucht die Tour an den Travelagenturen an der Straße, denn das sind genau dieselben.

An sich zur Tour. Der Ausflug ging um 13 Uhr los, man muss beachten, dass die Hin- und Rückfahrt jeweils zwei Stunden beträgt, was schon echt viel ist, wenn man bedenkt, dass man nur ca. eine Stunde vor Ort ist. Als wäre dies nicht schon kurz genug, wird auf der Hinfahrt noch bei einer Manufaktur gehalten, um zu sehen, wie Gemälde erstellt werden. Am Ende folgte ein Verkaufsstand.

Meiner Meinung nach gab es relativ wenig interessante Informationen über die Tempel, es sah eher aus wie ein Schauplatz für Touristen. Es gibt dort sogar einen Schießplatz (kostet extra). Mein einziges Highlight waren die Tunnel, die man in der Hocke begehen konnte, tja und dann ging es auch schon wieder zurück.

  • Mekong Delta

Das Mekong Delta im südlichen Vietnam ist ein riesiges Labyrinth aus Flüssen, Sümpfen und Inseln mit schwimmenden Märkten, Khmer-Pagoden und von Reisefeldern umgebenen Dörfern. (Quelle: Wikipedia)

Preis: 160.000 VND (ca. 6 €)

Fazit: Top
Für den Preis kann alles nur top sein. Nein Spaß. Und hier wieder ein gutes Beispiel. Die Tour hätte im Hostel 25 US$ kosten sollen, wir haben 7 an der Straße bezahlt und ich wette, die Tour war identisch, eventuell mit 3-4 weniger Leuten.

Pünktlich um 8 Uhr fuhr der Bus los. Und auch hier haben wir wieder an einem Produktionsgelände für „ich weiß es schon gar nicht mehr“ gehalten. Nix gekauft und weiter ging es. Am Hafen angekommen sind wir auf ein Boot umgestiegen, wo unsere Tour auf dem Mekong Delta begann. Wow. Für den schwimmenden Markt waren wir leider zu spät aber vereinzelt schwammen runtergefallenes Gemüse oder Obst im Wasser.

Der erste Halt war gegenüber, wo wir ausstiegen und jeweils zu viert auf ein kleines Boot umgestiegen sind, welches Handgerudert wurde. Die traditionellen Non La Hüte durften nicht fehlen. Die Fahrt durch den grünbewachsenen Sumpf dauerte ca. 10 Min. und war mein Highlight dieser Tour.

Am Ende sind wir umgestiegen und waren auf der „Coconut Island“, auf der wir zusehen konnten, wie Süßigkeiten, Öle etc. aus Kokos hergestellt werden. Verkostung inklusive. Einige Meter weiter gab es eine Obstverkostung inkl. traditioneller Musik. Zum Schluss gab es noch Mittagessen und etwas Zeit zum Ausspannen in Hängematten oder bei einer Fahrradtour. Gegen 17 Uhr waren wir wieder im Hostel.

Nächstes Mal würde ich definitiv die zwei Tagestour (inkl. Übernachtung) buchen, um den schwimmenden Markt zum Sonnenaufgang hautnah mitzuerleben. Ansonsten hat sich die Tour für den Preis mehr als gelohnt.

  • War Museum

Preis: 40.000 VND (ca. 1,50 €)

Fazit: Top
Wenn man das so sagen kann. Es war ein sehr impulsiver und beindruckendes Museum mit vielen Informationen über den Vietnamkrieg. Ich bin normalerweise überhaupt kein Fan von Museen aber wer ein Land bereist muss sich auch mit der Geschichte auseinander setzen. Da alles auf Englisch war, waren es für mich teilweise einfach zu viele Information aber für genau solche Fälle gab es dazu mehr als genügend Fotos, um auch den Rest der Geschichte nachvollziehen und verstehen zu können. Ein Besuch ist hier oder in Hanoi definitiv Pflicht.

  • Walking-Tour

Das Hostel hat eine freie Walking-Tour angeboten, an der ich mich angeschlossen habe. Zu Fuß ging es in der Hitze erst zum großen Markt (dort gibt es alles gefälschtes was das Herz begehrt), zum berühmten Postamt (in der ich endlich Briefmarken kaufen konnte), der Notre-Dame Kathedrale sowie zum Coffeehouse. Die Stadt hat einiges zu bieten und kann im Zentrum problemlos zu Fuß erkundet werden.

  • Unterkunft

Vietnam Backpacker Hostel Saigon

Ein Besuch in der unter Backpackern bekannten „VBH“-Kette durfte nicht fehlen. Die Hostel sind für Party, Spaß und Stimmung bekannt, genau das, worauf wir eigentlich einige Tage keine Lust hatten. Doch da wir spät abends gelandet sind und die meisten Hostels keinen Check-In mehr hatten, buchten wir schließlich doch eine Nacht. Aus einer wurden vier!, denn das Hostel hat überzeugt. Tolle Lage und Dachterrasse mit einem tollen Ausblick auf die Stadt, das Frühstück war inklusive und Wiedererwarten konnte man sogar schlafen, denn die Party spielte sich auf der Dachterrasse ab. Für Alleinreisende perfekt, um schnell mit anderen in Kontakt zu kommen. 

Jeden Abend werden verschiedene Aktivitäten angeboten und ab 23:30 Uhr ist Ruhe, denn dann wird die Musik abgeschaltet und wer mag geht mit zum Pub-Crawl. Am Besten hat mir das System gefallen, das jeder ein Silikon-Armband (wie so ein All-Inclusive-Band) bekommt und den Chip mit Geld aufladen kann, sodass man innerhalb des Hostels für Getränke, Essen etc. nicht mit seinem Geld/Tasche rumlaufen muss.

  • Schlusswort 

Wieder ein Beweis, dass sich jeder sein eigenes Bild machen muss. Viele haben im Vorwege gesagt, dass die Stadt laut, dreckig und voll sein soll und max. zwei Nächte reichen. Wer nur die Stadt sehen möchte, dem reichen zwei Nächte. Wem auch einige Dinge außerhalb interessieren muss länger bleiben.

Mir hat die Stadt gefallen, es war zwar sehr heiß aber auch die Roller auf den Straßen hab ich mir chaotischer vorgestellt. Doch was ich gelernt habe: die Autos halten nicht (außer an Ampeln) aber ansonsten: gehen, einfach gehen! Am Anfang scheint es einem komisch aber man muss sich seinen Weg bauen und dies klappt immer.

Nun gehts aber aber Richtung Norden, wieder an die Küste.

Bis ganz bald xoxo

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