Koh Tao, Thailand (Tag 24 – 41)

Koh Tao, ich bin zurück. Für mich stand bereits bei meiner letzten Abfahrt von Koh Tao fest, dass ich nach den vier Tagen auf Koh Phangan wieder zurück fahre. Ich hatte das Gefühl durch das Tauchen überhaupt nichts von der Insel gesehen zu haben. So konnte ich doch nicht weiterreisen.

Übrigens: Koh Tao gilt bisher als einzige Insel von Thailand als plastikfrei. Zumindest wird versucht dies seit einigen Jahren intensiv durchzusetzen. In den Supermärkten gibt es keine Plastiktüten, in den Restaurants keine Plastikstrohhalme und selbst die „Take Away Boxen“ sind aus wiederverwertbaren Material. Ich bin schwer begeistert von dieser Umsetzung, denn die anderen Regionen haben ein riesiges Plastikproblem.

Preis: 300 Bath (ca. 8 €) von Koh Phangan 

  • Tauchen

Da ich nun meinen Tauchschein in der Tasche habe darf das Tauchen nicht zu kurz kommen, schließlich sind noch immer viele Walhaie in der Umgebung, was mich noch mehr anreizt. Als Ex-Schüler erhält man Prozente bei Ban’s auf die Tauchgänge (Fun Dives).

Preis: 700 Bath (ca. 18 €) pro Tauchgang, üblich sind immer zwei Tauchgänge also 1.400 Bath (ca. 37 €)

Fazit: Ich hatte vier tolle Tauchgänge mit vielen tollen Erlebnissen. Einen Walhai habe ich leider nicht gesehen, das sollte wohl nicht sein. Dann eben irgendwo anders in der Welt 🙂 

  • Project Aware – Dive Against Debris

Besonders war für mich aber eine ganz bestimmte Aktion: Clean-up Diving

Einmal im Monat führt Ban’s (und auch weitere Tauchschulen auf Koh Tao sowie weltweit) diese Aktion durch. Vormittags gibt es einen einstündigen Vortrag über den Müll im Meer sowie die Folgen daraus.

Gegen Mittag geht es mit dem Boot zum Hausriff (zumindest dieses Mal), eingeteilt in ein Team geht es dann ins Wasser. Getaucht haben wir ca. auf 12 Metern. Insgesamt haben wir 38 kg Müll gesammelt, was ich ziemlich erschreckend fand. Der zweite Tauchgang ist ein reiner Fun Dive gewesen und gilt als Dankeschön für die Hilfe.

Preis: 0 Bath 

  • Strände

Koh Tao gilt nicht nur als Taucherparadies, sondern hat auch viele Strände zu bieten, welche gut mit dem Roller erkundet werden können.

Empfehlen kann ich: Freedom + Taatoh Beach, Banana Rock und natürlich meinen geliebten Sairee Beach.

Hin Wong Bay hat mir überhaupt nicht gefallen. Vielleicht lag es an der Nebensaison aber zu dieser Zeit war der Strand ziemlich verdreckt. 

Mango Bay haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, da der Strand gesperrt war. Angeblich wegen zu hohen Wellen. Der Weg dort hin ist aber auch kein Zuckerschlecken. Ich weiß nicht, ob ich so einen Weg jemals wieder für einen Strand in Kauf nehmen würde. Wahrscheinlich schon aber nur, wenn es sich auch lohnt.

Es gibt noch mehr versteckte Strände auf Koh Tao aber das waren die, die ich selbst besucht habe.

  • Viewpoints

John Suwan Viewpoint
Der bekannte Aussichtspunkt von Koh Tao, von dem man einen Ausblick auf zwei Buchten der Insel erhält. 

Preis: 50 Bath (ca. 1,20 €) ob das überhaupt so legal ist weiß niemand. Auf jeden Fall sitzt dort ein Thailänder und verlangt Geld. 

Fazit: Top
Der 15 minütliche, schweißtreibende Aufstieg lohnt sich definitiv. Der Ausblick ist traumhaft, vor allem wenn das Wetter mitspielt und das Wasser durch die Sonne noch mehr leuchtet. 

Tipp: Unbedingt festes Schuhwerk tragen, da man zwischendurch über Felsen und Äste klettern muss und es durch den Sand auch schon mal rutschig sein kann.

Zu erreichen ist der Aussichtspunkt übrigens beim Freedom Beach. 

  • Fortbewegung

Auf Koh Tao fährt quasi jeder mit einem Roller, es gibt vereinzelt Autos aber die gehören den Resorts, um Gäste einzusammeln. Die Insel hat nicht mal Ampeln und glaube ich nur  drei Hauptstraßen. Die Straßen sind sehr gut zu fahren, sobald man allerdings von den Hauptstraßen abbiegt sieht es schon anders aus. Da kann es schon mal an Wegen fehlen und sehr abenteuerlich werden.

Preis Roller: 150 Bath (ca. 4 €) für 24 Stunden 

  • Party 

Partys dürfen auch auf einer kleinen Inseln nicht fehlen.

Fish Bowl Bar
Gelegen ist die Bar direkt in Ban’s Restaurant, also am Sairee Beach. Ab ca. 21 Uhr wird jeden Abend für ca. 2 Stunden Live Musik gespielt. Für mich hatte es einen besonderen Charme, nicht umsonst habe ich dort fast jeden meiner Abende verbracht. Die Musik, das Gemütliche, direkt am Strand. So habe ich mir Inselleben vorgestellt. 

Gegen 22:30 Uhr wird das Restaurant zur Beerpong Arena umgebaut, was super viel Spaß gemacht hat.

Pub Crawl 
Ich hatte zuvor noch nie von dieser Art Party gehört (wobei es das wahrscheinlich auch bei uns gibt) aber hier in Thailand ist es in jeder Region groß verbreitet. Man zahlt einen gewissen Betrag und erhält dafür ein T-Shirt (was man an dem Abend trägt), ein Bucket und Shot. Gestartet wird in einer Bar und dann beginnt das Bar-Hopping.

Fazit: Es war definitiv ein lustiger Abend, ganz günstig ist es aber nicht. Allgemein ist Alkohol im Verhältnis relativ teuer und kann schnell ins Geld gehen.

  • Unterkunft

Savage Hostel
Das Savage liegt nur wenige Meter von Ban’s entfernt, direkt am Strand (Sairee). Von außen sieht es einfach nur freundlich, modern und schick aus und es erinnert nicht wirklich an ein Hostel. Ich habe in einem 12er Zimmer geschlafen. Die Betten waren mehr als bequem und eine richtige Bettdecke gab es auch, besser gehts nicht (lustig wie man sich über solche Kleinigkeiten mittlerweile freut). Durch die verdunkelten Moskitorollos gab es sogar etwas Privatsphäre. Ein Safe ist ebenfalls direkt am Bett eingebaut und wer mag kann den Rucksack im Gepäckraum verstauen. 

Hervorzuheben ist das Frühstück, welches im Zimmerpreis inklusive ist. Wer das übliche Frühstück in anderen Hostels kennt (Toast, Butter, Marmelade) weiß wo von ich rede. Im Savage gibt es eine Auswahl aus vier Varianten „Healthy, American, International oder Sweet“ Kaffee oder Tee. Und genauso ist es auch hergerichtet. Einfach unbeschreiblich und lecker. 

Für mich steht fest, wenn Koh Tao und Hostel, dann nur noch ins Savage!

  • Schlusswort

Geplant waren 7 Nächte, doch nach 6 Nächten konnte ich mich noch immer nicht aufraffen mir ein neues Ziel zu suchen. Wohin, wenn ich mich hier so wohl fühle und so liebe Menschen um mich habe. Koh Samui oder doch die Inseln auf der anderen Südseite? Angeblich soll alles sehr touristisch sein, was gerade auf Koh Tao durch die Nebensaison nicht der Fall war.

Erst an diesem Punkt habe ich begriffen, dass man auf sein inneres Ich hören soll, wenn es sich doch richtig anfühlt. Muss ich irgendjemanden was beweisen? Muss ich jede Ecke eines Landes als Reisende gesehen haben, nur damit ich alles gesehen habe? Nein. So eine Reise ist genau für solche Momente da. Bleiben wo es einem gefällt und weiterziehen wo es nicht der Fall ist. Und so habe ich mich entschlossen eine weitere Nacht zu bleiben. Dies ging weitere vier Tage so und von da an habe ich keine weiteren Gedanken mehr damit verschwendet, dass ich weiter „muss“, sondern aus dem Bauch entschieden. Und je länger ich in der selben Umgebung war umso mehr neue Leute lernt man wiederum kennen, welche einem die Momente umso schöner machen.

Aus 7 Tagen wurden am Ende 18, sodass ich tatsächlich mit den Tagen während meiner Tauchzeit fast 3 1/2 Wochen auf Koh Tao verbracht habe und es keine Sekunde bereue. Als dann mein Hostel für einige Tagen wegen Renovierung schließen musste wusste ich, dass dies mein Zeichen zum Weiterreisen war und von da an hat es sich richtig angefühlt zu gehen. 

Achja und zuguterletzt: Koh Tao ist alles andere als gefährlich. Die Insel hat leider mit einem sehr schlechten Ruf zu Kämpfen (die Insel auf der Touristen ermordet werden, die Mafia regiert dort etc.). Auf meiner Reise habe ich von vielen gehört, dass sie dort nicht hin wollen aufgrund des Rufes. Also ich muss sagen, dass ich mich nicht eine Sekunde unwohl oder in einer unsicheren Gegend gefühlt habe. Mag vielleicht daran liegen, dass ich im Touristengebiet war aber wenn man es so will kann einem überall etwas passieren. Natürlich muss man immer aufpassen mit wem man sich anlegt, was man sagt oder das man nicht auf unerlaubte Wege abbiegt aber dies kann ebenso bei uns in der Heimatstadt passieren.

Von daher: Koh Tao, ich komme definitiv irgendwann zurück, denn dich habe ich ins Herz geschlossen.

Ps.: Wer Lust auf ein neues Tattoo hat: ab zu Zoko Tattoo! Die Jungs haben die Bambustechnik einfach drauf, ich kann’s nur empfehlen. Es ist definitiv günstiger, als bei uns in Deutschland, tat für mich selbst weniger weh als mit der Maschine und ganz wichtig: ich durfte am nächsten Tag wieder ins Meer und in die Sonne.

Aber erstmal genug vom Inselleben, auf gehts weiter nach Krabi.

Bis ganz bald xoxo

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