Siem Reap, Kambodscha (Tag 56 – 58)

Das Königreich Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Das Land liegt am Golf von Thailand zwischen Thailand, Laos und Vietnam und hat ca. 16 Millionen Einwohner.

Siem Reap ist eine Provinz und liegt rund zehn Kilometer nördlich des westlichen Endes des Tonle-Sap-Sees und etwa sechs Kilometer südlich des Angkor Wats. (Quelle: Wikipedia)

Für mein Visum musste ich ein Ausreiseticket vorlegen und so habe ich mir bereits in Deutschland ein Flug nach Kambodscha, Siem Reap gekauft. Der Flug hat ca. 01:20 Std. gedauert, was relativ schnell ging. Als Alternative gibt es auch einen Bus der einen über die Grenze bringt, dies macht meiner Meinung aber nur Sinn, wenn man ab Bangkok abfährt. Dies war mein zweiter Flug mit „Air Asia“ und wieder kann ich nichts negatives erzählen.

Wer kein Visum für Kambodscha hat muss sich nach der Landung als erstes darum kümmern. Entweder beantragt man dieses vorher online oder erhält dieses, so wie ich, im Flughafengebäude.

Kosten: 30 $ + 1 Passbild

Die Vorgehensweise fand ich echt lustig. Man gibt seinen Reisepass, das Geld und das Passfoto am Schalter ab und wird darauf verwiesen drei Meter weiter zu warten. Der Pass wird dann wie bei einem Fließband von drei Mitarbeitern „verarbeitet“. Es wird einfach nur alles durch gestempelt. Nach fünf Minuten werden die Pässe in die Luft gehalten und jeder holt sich seinen ab. Von nun an hat man 30 Tage, um das Land wieder zu verlassen.

  • Angkor Wat

Angkor Wat ist die bekannteste Tempelanlage in der Region Angkor in Kambodscha.

Kosten: 37 US$ Eintritt für den Eintagespass + 6 US$ Tuk Tuk

Fazit: Top

Die Sehenswürdigkeit, die man in Siem Reap gesehen haben muss und zugegeben war dies für mich zuerst der einzige Grund in die Stadt zu kommen. Natürlich bin ich der Tradition gefolgt und habe die Tour mit dem Sonnenaufgang gewählt. Um 4 Uhr hat der Wecker geklingelt. Wir haben uns zu dritt einen eigenen Tuk Tuk Fahrer gebucht, der uns für 6 Stunden abgeholt hat und uns von Tempel zu Tempel gefahren hat.

Zuerst ging es zum Ticketschalter, wir haben uns für das Eintagesticket entschieden. Nach 20 min. Fahrt sind wir am ersten Tempel, Angkor Wat, angekommen, pünktlich zum Sonnenaufgang. Wer Einsamkeit erwartet ist hier natürlich fehl am Platz und doch konnten wir relativ gute Plätze am Gewässer vor dem Tempel ergattern und den Sonnenaufgang beobachten. Der Tempel hat sich im Wasser gespiegelt, was es noch faszinierender wirken lassen hat.

Tipp: Wer sein Ticket bereits am Vorabend kauft darf sich noch den Sonnenuntergang ansehen.

Wir sind relativ schnell zum Besichtigen des Tempels aufgebrochen, um wenigstens einigermaßen menschenleere Bilder zu bekommen.

Tipp: Für die „kleine“ Route (5 Tempel) werden die Tempel nach und nach abgefahren. Um den Maßen zu entgehen haben wir unserem Fahrer einfach 10 US$ zugesteckt, damit er den zweiten und dritten Tempel überspringt und zuerst zu zwei anderen fährt. Die Ausgelassenen haben wir danach besichtigt, wo die Massen bereits woanders waren.

Besichtigt werden auf dieser Tour:

    Angkor Wat
    Bayon
    Ta Keo
    Ta Phrom (Tomb Raider)
    Banteay Kdei

Mein Highlight war der Tomb Raider Tempel, da dieser eine unglaubliche Vielfalt hatte und sehr weitläufig war. Viele verschiedene Details und die rumliegenden Steine sahen aus, als wenn sie auch wirklich schon seit zig Jahren so liegen.

  • Floating Village

Der Tonle-Sap-See ist der größte See in Südostasien und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde. Am bekanntesten ist der See auch durch das schwimmende Dorf.

Kosten: 18 US$ + 5 US$

Fazit: Top

Ich hatte vorher bereits über das schwimmende Dorf gelesen und wollte mir einen Besuch daher nicht entgehen lassen. Vom Zentrum aus dauert die Fahrt ca. 45 Minuten mit dem Minivan bevor man auf ein Boot umsteigt. Entlang des Sees kommt man nach und nach zu dem Dorf, welches einfach nur faszinierend wirkt. Einzelne Häuser aneinander gereiht und auf Stelzen gebaut, wirken diese sogar relativ stabil und doch fällt einem direkt auf, wie arm die Gegend ist. Zu verschiedenen Jahreszeiten liegen die Häuser mal mehr im Wasser oder gar ganz im Trockenen. Einige Häuser wirken zerfallen und sind dennoch bewohnt, wieder andere Häuser sehen richtig gut aus. Was mir auffällt, dass die Leute glücklich wirken. Sie winken einem zu, die Kinder spielen und baden im Wasser oder fahren mit Booten rum. Oft neigen wir dazu zu sagen, dass es den Leuten ja so schlecht gehe aber diesen Eindruck hatte ich überhaupt nicht, denn sie kennen nun mal nichts anderes als das was sie haben.

Zwischendurch sollen wir auf kleinere Bambusboote umsteigen, die jeweils von einer Frau und ihrem Baby gesteuert werden. Dies fand ich dann wiederum befremdlich aber gehörte wohl zu der Tour dazu, wofür man allerdings gezwungen war weitere 5 US$ zu zahlen. Die Fahrt durch den Wald hat sich wiederum gelohnt, es war einfach nur ruhig und still, mitten in der Natur.

Zum Schluss fuhr das große Boot raus auf dem See wo wir den Sonnenuntergang genossen haben.

Die Tour ist übrigens ein halbtags Ausflug was auch völlig ausreicht.

  • Phare Circus

Phare, der kambodschanische Zirkus, welche angeblich Cirque du Soleil ähneln soll.

Kosten: 18 US$

Fazit: Naja

Mit dem Hintergrund, dass es sich um benachteiligte Kinder handelt, die es durch diese Schule geschafft haben etwas aus ihrem Leben zu machen, hat sich der Besuch gelohnt, denn sowas unterstütze ich gerne. Ansonsten muss ich sagen, war ich eher enttäuscht. Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung was mich erwartet aber aufgrund der vielen guten Bewertungen im Internet war ich auf etwas spektakuläres eingestellt.

Das Zelt war klein, wodurch man aber einen guten Blick auf die Bühne hat, egal in welcher Preiskategorie (18-38 US$) man sitzt. Die Aufführung ging ca. 01:15 Std. und war ein Mix aus Musical und Zirkus, welcher eine Geschichte erzählt. Für die wenigen Dialoge gibt es englischen Untertitel.

  • Unterkunft

Onderz Hostel

Das Hostel liegt mitten im Zentrum von Siem Reap und ca. 5 Minuten Fußweg zur Pubstreet. Als erstes fällt einem der große und freundlichen Eingangsbereich auf, in der sich die meisten aufhalten. Bequeme Betten und sauber. Für ca. 3 US$ gibt es dort ebenfalls Frühstück oder auch Mittag/Abendessen. Die Dachterrasse mit dem Pool ist auch eines der Highlights.

  • Schlusswort

Der erste Eindruck von Kambodscha war positiv. Die Straßen sind um einiges schlechter als in Thailand und es liegt sehr viel Müll am Straßenrand. Was auffällt: die Menschen wirken für mich noch freundlicher als die Thailänder, sie lächeln und winken einem überall zu. 2/3 Nächte sind hier meiner Meinung nach aber genug, je nachdem wie viele Tage man den Tempel besuchen möchte.

Besonders ist mir das Khmer Curry in Erinnerung geblieben, welches wieder anders zubereitet wird als in Thailand. Dieses enthält sehr viel mehr Gemüse, doch Achtung: immer nach der Schärfe fragen, denn sonst war’s das schnell mit dem leckeren Essen.

Und nun gehts weiter in die Hauptstadt nach Phnom Penh.

Bis ganz bald xoxo

 

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